"Best Off" aus den vergangenen Jahren

Musikkapelle Thundorf-Straß begeistert beim Katharinenkonzert mit schwungvoller Blasmusik

Musikkapelle Thundorf/Straß, Kapellmeisterin Hildegard Nitzinger vorne

Gesangsduo Lisa Hauthaler und Elisa DumbergerMitterfelden. Dass sich die Musikanten der Musikkapelle Thundorf-Straß bereits im Jubiläumsmodus vor ihrem 175. Gründungsfest im Juni befinden, war auch beim Katharinenkonzert der Kapelle in der Mehrzweckhalle Mitterfelden zu hören. Als besondere Wertschätzung lies die Kapellmeisterin Hildegard Nitzinger die Konzertstücke in diesem Jahr von den Mitgliedern der Kapelle selber aus den Konzertprogrammen der letzten elf Jahre aussuchen. Heraus kam eine bunte Mischung aus traditioneller Blasmusik, neuzeitlichen Kompositionen und modernen Musikwerken.
Aber nicht nur das Programm war in diesem Jahr außergewöhnlich, sondern auch der Anfang des Konzerts. Unbeschwert und pfiffig begannen die Querflötistinnen, auf der sonst noch leeren Bühne die Melodie "Pfeif drauf" von Hans-Jürgen Buchner zu spielen. Nach und nach kamen die restlichen Musikantinnen und Musikanten und stiegen Satzweise in die Melodie ein. Eine gute Idee, die dem Konzert von Beginn an eine spürbare Unbeschwertheit verlieh. Amüsant, interessant und stimmungsvoll verstanden es zudem Mitglieder der Kapelle im weiteren Verlauf, dem Publikum die Intentionen der jeweiligen Konzertstücke näher zu bringen.

Wuchtige Passagen im tiefen Blech

Vorsitzender Markus Weidenspointner freute sich nach diesem musikalischen Ausrufezeichen, dass sich neben vielen Blasmusikbegeisterten aus nah und fern auch Bürgermeister Hans Eschlberger mit dem Stellvertreter Gerhard Kern und der Stellvertreterin Rosemarie Bernauer das Konzert genauso wenig entgehen lassen wollten, wie der Altbürgermeister Hans Waldhutter. Ein besonderer Gruß ging weiter an den Bezirksvorsitzenden des Musikbund für Ober- und Niederbayern Thomas Egger, den Bezirksdirigenten Andreas Resch und die Vorstände des Fördervereins der Kapelle, Alfred Rottmair und Klaus Althammer. "Mit vollen Segeln" von Klaus Strobl erklang im Anschluss ein Marsch, in den der Komponist alles hineingepackt hat, was einen Marsch ausmacht. So folgten auf einem fulminanten Eingang wuchtige Passagen im tiefen Blech, scharfe Trompetensignale, ein ruhiges Mittelsatzsolo im Trio und ein majestätisch öffnender Schlussteil. Herbert Pixner lieferte mit seiner Schöpfung "Augenstern" die Vorlage für die nächste gleichnamige Blasmusikkomposition. Zwei junge Frauen luden die Zuhörer hier dazu ein, zwei Minuten lang von ihrem persönlichen Augenstern zu träumen. Die Musikkapelle machte es ihnen leicht, denn unter der feinen, harmonischen Leitung von Hildegard Nitzinger erreichte die mit viel Gefühl vorgetragene, wiegende Melodie die Herzen.

In "The Irish Piper" ist eine ganz andere musikalische Botschaft hineingelegt. In der Komposition beschreibt Norbert Studnitzky in fünf unterschiedlichen Klangvarianten die grüne Insel Irland. Weite und Stille vermitteln etwa die Querflöten und der Mittelsatz, die kleine Trommel tänzerische Leichtigkeit, Geschäftigkeit wird durch eine Tempoverschärfung angedeutet. Auch poetische, fast sacrale Elemente sind enthalten, und schließlich darf natürlich auch der Bordunton eines irischen Dudelsacks nicht fehlen. Durch Bibeltext ließ sich der Komponist Albert Frey inspirieren, als er das Stück "Wo ich auch stehe" komponierte. Mit ausdrucksstarken, dynamischen, mit einem feinen Tremolo ausgestatteten Stimmen bereicherten diesen Vortrag Lisa Hauthaler und Elisa Dumberger gesanglich, wunderbar fein und zurückhaltend begleitet durch das Orchester. Mit dem Ohrwurm "Böhmische Liebe" von Matthias Rauch entließen die Musiker ihre Zuhörer stimmungsvoll in die Pause. Impulsivität, Beweglichkeit und Dynamik war dann bei "Fire und Flames" von Stefan Unterberger angesagt, und Rossano Galante widmete sich in seiner Komposition dem "Mount Everest". Galante versteht es hier ausdrucksstark, die Empfindungen und Erlebnisse rund um diesen Bergriesen in Klangerlebnissen wiederzugeben. Stille, weite Täler, befreiende Aussichten, Herausforderungen und Spannungen wurden genauso genial in Noten gefasst wie grandiose Weitblicke oder die erlösende Ankunft am Gipfel.

Dolce Vita inder Mehrzweckhalle

In die Welt der großen italienischen Sängerlegenden und Konzertbühnen wurden die Zuhörer danach mit dem Titel "Vivo per lei" von Valerio Zelli, Mauro Mengali und Gatto Panceri entführt. Mit dem Stück zauberte die Kapelle italienischen Flair und Dolce Vita in die Mehrzweckhalle. Mysteriöser, marzialischer, düsterer und geheimnisvoller klang die Botschaft beim letzten offiziellen Konzerttitel des Abends "Tanz der Vampire" von Jim Steinmann. Angelehnt an das gleichnamige Musical wird hier der Kampf gegen Vampire um eine Geliebte beschrieben, den schließlich die düsteren Gestalten gewinnen. Bedrohlich klang es etwa durch den wuchtigen Einsatz des tiefen Blechregisters, fast romantisch und schwärmerisch bei einem Mittelsatz-/Holzbläsersolo oder spannend durch das genial agierende Schlagwerk. Mit viel Engagement löste die Kapelle auch diese musikalische Herausforderung bravourös und erntete dafür einen Sonderapplaus.

Nachdem sich der Vorsitzende und die Kapellmeisterin insbesondere bei den Musikern sowie dem aufmerksamen, interessierten Publikum herzlich bedankt hatten, durften die beiden Gesangssolistinnen in "Thank you for the music", mit der Kapelle noch einmal ihre schönen Stimmen erklingen lassen. Den Schlusspunkt setzt die Musikkapelle Thundorf-Straß mit einem Geschenk des Ziachvirtuosen Hermann Huber, der sein Ziachstück "Mala Franziska" für Blasmusik komponieren hat lassen. Mit lang anhaltendem, begeistertem Applaus bedankte sich das Publikum für dieses außergewöhnliche Konzert im Jubiläumsjahr der Kapelle.


Text und Fotos: Werner Bauregger

 

Tuishi Pamoja
Eine Freundschaft in der Savanne

vorbereitungsteamThundorf. An zwei Terminen begeisterten 50 Kinder und Jungmusikanten aus Thundorf ihr Publikum mit dem Kindermusical "Tuishi pamoja". Seit November hatten sich die kleinen Darsteller und die jungen Musiker, unter der Leitung der Kapellmeisterin der Musikkapelle Thundorf Hildegard Nitzinger und ihren Helferinnen Lisa Wimmer, Vroni Eder und Johanna Rottmair mit viel Engagement darauf vorbereitet. Die Tatsache, dass die Mehrzweckhalle neben der Thundorfer Grundschule an beiden Tagen bis auf den letzten Platz gefüllt war und die Akteure mit tosendem Beifall gefeiert wurden, ist wohl das größte Kompliment für diese monatelange Arbeit.

pfiffige erdmaennchenTuishi pamoja ist Swahili und bedeutet "Wir wollen zusammen leben". In dem Stück geht es darum, Andersartigkeit zu akzeptieren und zu tolerieren sowie Verschiedenartigkeit nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung und Chance zu sehen. Es geht auch um die Erkenntnis, dass man am besten neue Wege gemeinsam beschreitet und Herausforderungen so besser bewältigen kann. Gerade diese Kernaussagen machen das Werk nicht nur für die Zielgruppe der sechs- bis zwölfjährigen Kinder, sondern auch für Erwachsene so aktuell und gesellschaftlich relevant. Die bewusst einfach gehaltenen, humorvollen Texte von Sandra Engelhardt gehen eine gelungene Verbindung mit den abwechslungsreichen, mal melancholischen, dann wieder rhythmisch-folkloristischen Melodien Martin Schultes ein, ohne je "den Zeigefinger zu erheben". Dessen Arrangements nehmen zwar Anleihen bei Hans Zimmers Filmmusik zum "Lion King", als auch von Paul Simons "Graceland". Nie jedoch versucht er, deren Werke zu imitieren, vielmehr erschafft er aus mannigfaltigen Eindrücken ein eigenes, unverwechselbares Werk, das sowohl Verspieltheit, als auch Mut zur orchesterhaften Ernsthaftigkeit und Klangfülle aufweist.

Vorurteile statt Verständnis. Die Geschichte erzählt von Zebras und Giraffen, die seit Generationen – streng voneinander getrennt – in ihren Herden leben. Vorurteile wie: "Tiere mit Streifen sind blöd – Punkte auf dem Fell tun den Augen weh" scheinen eine Annäherung unmöglich zu machen. Und so bleiben sie auf Distanz, bis das Giraffenjunge Raffi und das Zebramädchen Zea diese Feindseligkeiten nicht länger aushalten. Neugierig und behutsam nähern sie sich einander an. Als ihre Eltern ihnen jeden Kontakt verbieten, fliehen beide allein in die Wüste. Bestärkt durch die quirligen, putzigen Erdmännchen werden sie Freunde und erkennen, dass man auch einer Bedrohung durch ein Rudel Löwen oder einer Gruppe Nachtgeister entgegentreten kann, wenn man nur zusammenhält. Die Erdmännchen bringen es schließlich auch fertig, dass die beiden Ausreißer zurück in ihre Herden gehen können, aus Distanz und Ignoranz, Freundschaft zwischen Zebras und Giraffen entsteht und alle gemeinsam beschließen: "Tuishi Pamoja" – Wir wollen gemeinsam leben!

angriff der loewenMan konnte nur begeistert sein, wenn man miterleben durfte, mit wie viel Spielfreude und auch Stolz die 30 Darsteller im Spiel aufgingen. Wie Hildegard Nitzinger sagte, sind die Mädchen und Buben alle zwischen vier und zehn Jahren alt. Zum einem kommen sie aus der musikalischen Früherziehung und den Blockflötengruppen. Nach einer Werbetour in der Grundschule wollten auch von dort noch einige Kinder mitspielen. So entstand eine wunderbare Gemeinschaftsaktion, die das Motto des Stückes nicht besser spiegeln könnte. Bis auf wenige Einspielungen per Lautsprecheranlage bot ein Orchester aus Jungmusikanten der Musikkapelle Thundorf den groovig mitreißenden Klangteppich, in einer afrikanisch anmutenden Rhythmik mit vielen percussiven Elementen, für die Handlungen und die Gesangseinlagen der Giraffen, Zebras und Erdhörnchen. Gesanglich bot der Gesamtchor aus allen Darstellern ein kräftiges Klanggebilde. Ausdrucksstark steigerten die beiden Darstellerinnen von Zea und Raffi dieses Klangerlebnis hörenswert.

Jungmusikanten wirkten als Orchester. Aber auch die Texte wurden gut verständlich und mit Pfiff vorgetragen. Viel Mühe hatten sich die Kostümschneiderinnen gegeben, die es ausgezeichnet verstanden, die Kostüme und die dazugehörigen Accessoires passend auf die Merkmale der jeweiligen Tiere abzustimmen. Auch die Schminkerinnen bewiesen Sinn für Ästhetik und Farbe, was die Erdmännchen, mit ihren schwarzen Nasen und den schwarzen Kreisen um die Augen besonders pfiffig und putzig aussehen ließ. Hervorragend klappte auch die Beschallung. Besonders durch den professionellen Einsatz vieler Funkmikrofone für die Hauptdarsteller waren die Texte sehr gut zu verstehen, zumal sich auch die Jungmusiker viel Mühe gaben, im Hintergrund zu agieren. Ideenreich war auch die selbst gebastelte Deko die zum Thema sehr gut passte. All das merkten sicher auch die Besucher bewusst oder unbewusst und spendeten langanhaltenden begeisterten Applaus. Hildegard Nitzinger und der Vorsitzende der Musikkapelle Thundorf-Straß Markus Weidenspointner freuten sich darüber und bedankten sich ihrerseits bei allen, die diesen großen Erfolg ermöglichten.

Text und Fotos: Werner Bauregger

Von den Alpen bis an den Ozean

Gut besuchtes Katharinenkonzert der Musikkapelle Thundorf mit unerwarteten Einlagen

Der Ziachvirtuose Hermann Huber als Solist

Ainring. Mit inspirierender harmonischer Blasmusik begeisterten die mehr als 50 Musikantinnen und Musikanten der Musikkapelle Thundorf unter Leitung von Hildegard Nitzinger beim Katharinenkonzert in der Mehrzweckhalle Mitterfelden ihre Zuhörer. Bei lauen Sommertemperaturen nahm die Kapelle die Konzertbesucher mit auf eine musikalische Reise von den Alpen, durch Frankreich und Italien bis an den Ozean. Als musikalische Besonderheit gestalteten in diesem Jahr der Ziachvirtuose Hermann Huber und die Harfinistin Veronika Hasenöhrl das Konzert auf ganz besondere Weise mit.

Mit "Vita pro Musica" – Ein Leben für die Musik – eröffnete die Kapelle das Konzert feierlich- konzertant mit interessanten, dynamischen Kontrasten und zeigte bereits hier eindrucksvoll, welch füllige und vielfältige Klang-Bandbreite möglich ist. Vorsitzender Markus Weidenspointner freute sich, dass sich unter den vielen Zuhörern und Musikanten aus den Nachbarkapellen auch Bürgermeister Hans Eschlberger, Altbürgermeister Hans Waldhutter und Pfarrer Anton i. R. Parzinger eingefunden hatten.

Johannes Waldhutter bei der Ansage
eines Stückes

In witziger, amüsanter und informativer Weise wurden in der Folge die einzelnen Konzertstücke immer wieder von Musikerinnen und Musiker der Kapelle angekündigt, die des öfteren, gewollt oder ungewollt, für Erheiterung bei den Konzertbesuchern sorgten. Italienische Musik Guiseppe Verdis aus der Zeit der Romantik erklang nach dem Eingangsstück in dem Arrangement "Sempre Verdi". Passend zu den sommerlichen Temperaturen gelang es dem großen Klangkörper harmonisch und treffend, mit bekannten Melodien aus den Opern Nabucco, Rigoletto oder La traviata, italienische Lebensfreude und Leichtigkeit tänzerisch, gewürzt mit theatralischen Momenten, in die Mehrzweckhalle zu zaubern.

In "Mountain Wind" beschreibt der noch junge Südtiroler Komponist Martin Schranagl, musikalisch und emotional genial, die Schönheit der Bergwelt. Das Klangbild beginnt füllig und ruhig, gewürzt mit einigen Spannungsbögen und inspirierenden, dynamischen Akzenten, auf einem starken Fundament der Schlagwerker. Ein feines Querflötensolo, welches nahtlos in das Gesamtorchester überging, vermittelte Stille, Wohlgefühl und Weite, was alles von einem auffrischenden Bergwind in die Ferne mitgenommen wurde. Beim anschließenden Walzer "Träumereien" gab es Gelegenheit, dies alles nachwirken zu lassen und sich von den tänzerisch wiegenden Bewegung des Stücks und den typisch weichen, tragenden Melodien im Mittelsatz und den Flügelhörnern hinzugeben. Mit der gleichen musikalischen Intention verteilte die Kapelle dann "Streicheleinheiten" über die gleichnamige Polka von Alexander Pfluger. Dass, neben einem zu Herzen gehenden Mittelsatzsolo auch Kleinigkeiten inspirierende Wirkung haben können, zeigte die Triangelspielerin, die einzelne Töne wirkungsvoll, gefühlvoll, geradezu streichelnd in das Klangbild einfügte.

Für ein Blasmusikkonzert sicher ungewöhnlich, brachten sich vor der Pause noch der Ziachvirtuose Hermann Huber und die Harfinistin Veronika Hasenöhrl in das Konzert ein. So zusagen als Vorspiel zu einer Erstaufführung, zeigte Huber mit einem Musette-Walzer, wie flink, geschickt und virtuos seine Fingern über die Knöpfe seiner Steirerziach geradezu fliegen können. Danach stellte sich eine kleine Tanzlmusibesetzung aus der Kapelle, mit den beiden genannten Solisten und dem Gesamtorchester einer besonderen Herausforderung.

Bei der Erstaufführung von "Zuginconcerto"

Auf dem Dirigiertisch lag nämlich das "Zuginconcerto" von Jakob Gruchmann, der dies speziell für Hermann Huber und diese spezielle Besetzung komponierte und welches so noch nicht aufgeführt worden war. Das moderne Werke wird mit disharmonischen Akkorden und Tönen der Steirerziach eröffnet, bis die kleine Trommel die Tanzlmusi und schließlich das Gesamtorchester ins Spiel bringt. Insgesamt eine große Herausforderung, die Rhythmik, Melodik und Dynamik betreffend, mit nur marginal vorkommenden Passagen schmissiger Blasmusik. Am Schluss verfällt die Ziach wieder in Disharmonie, welche die Kapelle aber schließlich mit einigen wohlklingenden, aber "trotzigen" Schlussakkorden kontert.

Den zweiten Konzertteil eröffnete die Musikkapelle Thundorf mit dem schmissigen, facettenreichen Marsch "Salemonia" im Egerländerstil, der insbesondere durch eine unkonventionelle Stimmführung wirkungsvoll aufgebaut ist. Mit dem anfangs düsteren, bedrückenden Tongebilde "The man in the iron mask" wechselte die Kapelle dann in das Frankreich des 17. Jahrhunderts und die Herrschaftszeit König Ludiwg XIV. Mit vielen Dynamikakzenten, einmal sehr ruhig gehaltenen Passagen mit Querflöten-, beziehungweise Piccolosoli und spannender Harfenuntermalung, ein anderes Mal tänzerisch schreitend oder strahlend dynamisch, beschreibt der Komponist hier die Zeit der "Drei Musketiere" beim Aufstand gegen den narzistischen Herrscher. Darauf passte gut der Ohrwurm "Ich gehör nur mir" aus dem Musical "Sissy", in dem insbesondere die Saxophone und die Flügelhörner mit den Klarinetten glänzten.

In "Pacific Dreams" von Jacob de Haan werden schließlich Gefühle, Träume und Sehnsüchte eines Komponisten klanglich wiedergegeben, der fern der Heimat lebt. Wuchtig prallen hier anfangs die Wellen des Pazifiks ans Ufer, laufen friedlich und still an einem Strand aus, um dann wieder ihre Wucht zu demonstrieren. Dann brodelt musikalisch vielleicht das Leben in einer Stadt und wird Sehnsucht nach einer ruhigen Insel in einer bedächtigen, beschaulichen Passage vermittelt. Über die kleine Trommel kommt dann Bewegung ins Spiel, die sich immer weiter dynamisch kraftvoll steigert und die ersehnte Reise auf einem Schiff symbolisieren könnte. Das Stück mündet in einem strahlenden freudigen Schluss.

Mit einem umfassenden "Dankeschön" verabschiedete sich ein sichtlich glücklicher Vorsitzender von den Konzertgästen, die sich ihrerseits mit lang anhaltendem, begeistertem Applaus bedankten. Blumen oder eine Flasche Wein gab es für die beiden Solisten. Einen Blumenstrauß überreichte der Vorsitzende, verbunden mit einem herzlichen Dank für die intensive Vorbereitung, an die Kapellmeisterin Hildegard Nitzinger, unter deren gewohnt bestimmten, sicheren Dirigat und der bescheidenen Art und Weise die Kapelle zur Höchstform aufgelaufen war. Mit drei Zugaben, unter anderem dem Stück "Always Look on the Bright Side of Life", das Hildegard Nitzinger auch als Wunsch an die Besucher formulierte, klang das Katharinenkonzert aus.


Text und Fotos: Werner Bauregger

Vita pro musica Sempre Verdi Mountain Wind Träumerei Streicheleinheiten Musettenwalzer Zuginconcerto Salemonia The man in the iron mask Ich gehör nur mir Pacific Dream Polka mit Herz Auf der Vogelwiese Always look on the bright site of live

Sommernachtskonzert 2017 der Musikkapelle Thundorf/Straß in Laufen an der Salzach

Auch in diesem Sommer fanden wieder die beliebten Konzerte auf dem Rupertusplatz mit Musikkapellen von "Drent und Herent" statt. Der Bezirksmusikverband Chiem- und Rupertigau lud mit freundlicher Unterstützung der Stadt Laufen zu fünf Sommernachtskonzerten ein.
Das Konzert der Musikkapelle Thundorf/Straß fand am 3. August 2017, einem lauen Sommerabenden unter freiem Himmel vor der malerischen Kulisse der Laufener Altstadt statt.

Sommernachtskonzert 2017 1 klein  Sommernachtskonzert 2017 2 klein 
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Die Pfarrei feiert ihren Schutzpatron

Kirchenchor und Musikkapelle gestalten Festmesse in St. Martin Thundorf

Die Pfarrei Thundorf feierte ihren Schutzpatron St. Martin. Der Kirchenchor setzte mit der Gestaltung des Festgottesdienstes einen Höhepunkt in seinem 40. Chorjubiläum und wurde von der Musikkapelle Thundorf-Straß unterstützt. Aufgeführt wurde die "Gospel Mass" von Jacob de Haan. Der Komponist schrieb eine lateinische Messe für Blasorchester und Chor.

Mit den Fahnenabordnungen der KLJB Thundorf-Straß, des Trachtenvereins "D’Mühltaler", der Krieger- und Soldatenkameradschaf Thundorf-Straß, der Prangerschützen Thundorf-Straß und der Schützengesellschaft Eichenlaub Straß zogen Pfarrer Wernher Bien und seine Mini-stranten in die Kirche ein. Mit dem St. Martinslied wurde die Messe eröffnet. Die Gottesdienstbesucher konnten den Chor und die Musikkapelle nicht nur hören, sondern auch sehen. Denn die Sänger standen ihm Altarraum, und die Musikanten saßen vor dem Seitenaltar des Heiligen Josef. Mit einem schwungvollen Kyrie und Gloria wurden die Zuhörer im Rhythmus der Gospelmusik mitgenommen. Nach der Lesung spielte die Musikkapelle einen Teil des Glorias instrumental. Eine Männerschola sang das Halleluja für das Volk ein. Bei der Predigt erzählte Pfarrer Bien die Lebensgeschichte des heiligen Martin. Schwungvoll und beeindruckend wurde das Sanctus vorgetragen. Das Benedictus bestach durch seinen ruhigen und klangvollen Stil. Ungewohnt und doch einzigartig klang das Agnus Dei für den Zuhörer, das im Stil des "Blues" komponiert ist. Der Festgottesdienst endete mit dem Stück "Jesus berühre mich" von Albert Frey. "Nach dem Gottesdienst waren alle glücklich und zufrieden, die Gottesdienstbesucher wegen der festlichen und schwungvollen Gospelmesse. die vom Stil einmal etwas anderes war, und die Sänger und Musikanten, weil sich das intensive Proben ausgezahlt hat", berichtet Chorleiterin Maria Ramstetter-Wallner.

Bei einem Weißwurstfrühstück im Gasthaus Thundorf "Kayserstube" wurde danach auf den gelungenen Auftritt angestoßen.

Kyrie Gloria Sanctus Benedictus Agnus Dei Jesus berühre mich

Starke Leistung von Andrea RimböckAndrea Rimböck 2017

Klarinettistin erhält Leistungsprüfungsabzeichen in Gold - Ehrungen beim Katharinenkonzert der Musikkapelle

Mitterfelden. Mit sichtlichem Stolz konnte der Vorsitzende der Musikkapelle Thundorf-Straß, Markus Weidenspointner, beim Katharinenkonzert am Samstag in der Turnhalle in Mitterfelden verkünden, dass die Klarinettistin Andrea Rimböck vor kurzem die Leistungsprüfung D3-Gold abgelegt und mit Bravour bestanden habe.
Weidenspointner bezeichnete dies als eine „ganz besondere starke Leistung“. Dem 2. Bürgermeister der Gemeinde Ainring, Gerhard Kern, war es vorgehalten, die Verleihungsurkunde des Musikbundes von Ober- und Niederbayern (MON) vorzulesen und diese der Musikerin zu überreichen. Wie Weidenspointner weiter informierte, berechtige dieser Abschluss sogar dazu, ein Musikstudium zu beginnen. Kapellmeisterin Hildegard Nitzinger gratulierte mit einem Blumenstrauß zu dieser außergewöhnlichen Leistung. Dass man für diese Auszeichnung ausgezeichnet musizieren können muss, sei keine Frage. Darüber hinaus habe Andrea Rimböck aber zur Vorbereitung auf die Prüfung und die Prüfung selbst zweimal für jeweils fünf Tage nach Marktoberndorf fahren müssen. Umso mehr dürfe man diese Leistung als großen Kraftakt anerkennen.

In Anerkennung der Leistung, 21 Iahre lang als Vorsitzender die Geschicke der Musikkapelle Thundorf/ Straß maßgeblichHubert Nitzinger 2017gestaltet zu haben, dankte Markus Weidenspointner an diesem Abend seinem Vorgänger Hubert Nitzinger. Er habe sein Amt mit Freude und Schaffenskraft ausgeübt. In dieser langen Zeit sei innerhalb der Kapelle viel geschehen. Auch für ihn als neuen Vorsitzenden sei Nitzinger, der nun 2. Vorsitzender ist, eine wertvolle Stütze. Er habe immer ein offenes Ohr für alle Belange und stehe dem Vorstand mit Rat und Tat zur Seite.
Als Anerkennung überreichte Weidenspointner Hubert Nitzinger ein Präsent der Kapelle und seiner Frau und Kapellmeisterin Hildegard Nitzinger einen Blumenstrauß. - (Fotos und Text Werner Bauregger)

   

Termine  

30
Mai
Kirche Thundorf
Datum: 30. Mai 2019, 09:00

19
Jun
Festzelt Thundorf
Datum: 19. Juni 2019, 19:00

20
Jun
Kirche Thundorf
Datum: 20. Juni 2019, 08:30

20
Jun
Festzelt Thundorf
Datum: 20. Juni 2019, 12:00

21
Jun
Festzelt Thundorf
Datum: 21. Juni 2019, 19:00

   

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